Wilder Wein, Efeu oder sonstige Kletterpflanzen an der Hauswand

Sehr schön aber problematisch!

 

Wenn  Wilder Wein, Efeu  oder sonstige Kletterpflanzen sich an der Hauswand empor hangeln und große Flächen mit Blättern bedecken, dann sieht das richtig toll aus.

Vor allem im Herbst, wenn sich die Blätter rot verfärben, ist es ein wahrer Augenschmaus. Immer wieder kann man solch toll bewachsene Häuser finden.

Soviel aber auch schon zu den positiven Dingen, denn irgendwann müssen der Wilde Wein, Efeu oder sonstige Kletterpflanzen auch mal wieder runter. Spätestens dann, wenn das Haus renoviert werden muss.

Ist das der Fall, sollten Sie viel Zeit und Geduld mitbringen. Der Grund: Die Pflanze hält sich mit vielen kleinen ,,Saugfüßchen´´ an der Wand fest und verbindet sich mit dem Putz.

Und hier fangen die Probleme an.

Relativ einfach ist es, die dickeren Äste zu entfernen.  Allerdings bleiben nicht nur die ,,Saugfüßchen´´ übrig, sondern daran auch oft noch kleine Ästchen.  Man kann direkt mit neuer Farbe darüber streichen, doch das sieht man und sieht - mit Verlaub - schrecklich aus.

Das heißt: alles muss weg!

1.Möglichkeit:  Abbrennen

Sofern das Haus keine Außendämmung hat, können Sie die Pflanzenreste mit einem Gasbrenner abbrennen, die Überreste müssen dann noch mit einer Bürste entfernen werden. Anschließend mit einer Absperrfarbe grundbeschichtet und mit entsprechender Fassadenfarbe Schlussbeschichtet werden.

 

2.Möglichkeit : Hochdruckreiniger

Pflanzenreste mittels Hochdruck Reinigungsgerät entfernen: bei dieser Methode bleiben aber oftmals kleine Saugfüßchen übrig. Die Überreste müssen dann noch mit einer Bürste entfernt werden,  anschließend mit einer Absperrfarbe grundbeschichtet und mit entsprechender Fassadenfarbe Schlussbeschichtet werden.

 

3.Möglichkeit : Abschleifen

Pflanzenreste mittels einer Bohrmaschine und aufgesetztem Drahtbürstenaufsatz entfernen. Jedoch ist hier das Risiko sehr hoch die Oberflächenstruktur zu zerstören, was einen Neuaufbau der Oberfläche nach sich zieht.

 

4.Möglichkeit : Essigsäure

Pflanzenreste mittels Essigsäure oder verdünnter Salzsäure einweichen. Hierbei müssen die Saugfüßchen so lange einstreichen, bis diese aufschäumen. Danach können diese mit einer Bürste entfernt werden. Anschließend muss jedoch noch mit einem Hochdruckreiniger die Wand saubergespritzt werden und anschließend mit einer Absperrfarbe grundbeschichtet und mit entsprechender Fassadenfarbe Schlussbeschichtet werden.

Dass dies nicht die umweltfreundlichste Methode ist, sollte klar sein.

 

5.Möglichkeit : Der Putz muss weg

Sofern der Wilde Wein, Efeu  oder sonstige Kletterpflanzen so fest mit dem Untergrund verbunden sind, dass man ihn nicht mehr rückstandslos entfernen kann, muss der Putz entfernt werden. Dies ist natürlich eine der teuersten Methoden, da hier nicht nur gestrichen, sondern auch noch neu verputzt werden muss.

Geht man von einem einstöckigen Einfamilienhaus aus, das nur von einer Seite bewachsen ist, kann hier der Arbeitsaufwand durchaus mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Um  ganz auf diese umständliche, langwierige und teure Arbeit  zu verzichten,  sollte  man Wilden  Wein, Efeu  oder sonstige Kletterpflanzen  gar nicht erst an Wänden entlang ranken lassen.